Vorbei an Gran Paradiso und Matterhorn

21. bis 30. Juli 2007
426 km und 14.400 hm in zehn Etappen

2006 hatte ich das Wallis für mich entdeckt und bin seither ziemlich begeistert von diesem Kanton. Schon während des letzten Trips keimte in mir die Idee einer Rundtour. Die Route sollte aus dem Rhônetal heraus Richtung Aosta, über den Theodulpass (3.301 m) direkt am Matterhorn (4.478 m) vorbei, ins Mattertal hinab und parallel zum Rhônetal über die südlich gelegenen Täler zurück zum Ausgangspunkt laufen. Nur die Befahrung des Theodulgletschers machte mir ein wenig Sorgen. Bei meinen Recherchen verflogen diese aber recht schnell, als ich erfuhr, dass ein Brite den Pass bereits vor 20 Jahren mit seinem Trekkingrad bezwang und Touranbieter mitterweile bereits Bike-Gruppen über das Eis führen.
Gleichzeitig war Carsten dabei eine Tour auszuarbeitet. Auch er wollte im Wallis starten, sich dann aber Richtung Mittelmeer nach Süden durchschlagen, wobei es auf jeden Fall durch den bekannten Gran Paradiso Nationalpark gehen sollte, mit dem gleichnamigen höchsten inneritalienischen Berg (4.061 m).
Tja, warum nicht beides verbinden? Wir bauten noch zwei weitere Pässe im Nationalpark ein, damit sich die Ziehetappen auch lohnen würden und verlegten den Startpunkt nach Gsteig, weil Carsten auch einmal über das Felsplateau des Les Diablerets Gletschers fahren wollte. Und schon hatten wir eine Tour zusammengestellt, welche uns mit Gran Paradiso, Matterhorn und Monte Rosa wirklich beeindruckende Erlebnisse versprach!

Unsere Eindrücke sollten dabei wieder von Roland gefilmt werden und auch Rolf sollte mit von der Partie sein. Genauso wie beim AlpenX 2004!
Ich selber bin eigentlich lieber ohne Filmerei unterwegs und favorisiere das Fotographieren. Da mir beides zusammen zu nervig ist, musste Carsten als Tourfotograph herhalten.
Für mich persönlich war es übrigens die erste Mehrtagestour mit einem Fully, was durchaus bequem war! Ich hatte nur den Fehler gemacht mir hinten einen Big Betty draufzuziehen und ihn wohl mit zu wenig Druck zu fahren. Da ich ansonsten an Maxxis Minions gewohnt bin, hatte dies durchaus negative Folgen für meine Durchschlagsquote, welche zuvor noch bei einem Snakebite in zwei Jahren lag. ;-)

Ansonsten noch vielen Dank an Carsten für seinen Bericht und Dir viel Spass beim Lesen des selbigen!

Carstens Originalbericht
"Abenteuer Alpencross 3" - die DVD zur Tour

Etappe km + hm - hm Zeit
1. Gsteig - Vétroz 41 406 2.444 k. A.
2. Vétroz - Cab. de Chanrion 42 1.540 1.937 k. A.
3. Cab. de Chanrion - St. Pierre 66 1.700 3.300 k. A.
4. St. Pierre - Eau-Roussex 26 1.403 1.467 k. A.
5. Eau-Roussex - Rif. S. di Berdze 42 2.770 1.920 k. A.
6. Rif. S. di Berdze - Rif. Barmasse 67 2.660 2.950 k. A.
7. Rif. Barmasse - Rif. Teódulo 22 1.749 601 k. A.
8. Rifugio Teódulo - St. Niklaus 38 150 4.212 k. A.
9. St. Niklaus - Vétroz 72 2.000 3.375 k. A.
10. Vétroz - Gsteig 10 20 1.366 k. A.
  426 14.398 23.572 k. A.
Letzte Änderung 02.05.2008 | Hits: 6.594 | nach oben